Ein eigener Platz zum Arbeiten muss nicht teuer sein. Mit etwa 500 € bekommst du eine Arbeitsecke, an der du gut sitzt, gut siehst und abends alles wegräumen kannst. Der Trick liegt darin, das Geld richtig zu verteilen: Beim Stuhl lohnt es sich, nicht zu knapp zu rechnen, beim Regal und bei der Deko kannst du gut sparen. Hier ist ein Plan, der aufgeht.
Wie du den richtigen Platz in deiner Wohnung findest, haben wir im Ratgeber Arbeitsecke zuhause einrichten beschrieben. Hier geht es um die Möbel und darum, was sie kosten.
Der Budget-Plan auf einen Blick
So kannst du 500 € aufteilen – als Richtwerte, keine Angebote:
Bürostuhl: etwa 120 bis 200 €
Schreibtisch: etwa 100 bis 180 €
Schreibtischleuchte: etwa 25 bis 60 €
Regal oder Rollcontainer: etwa 40 bis 90 €
Kleinkram wie Körbe, Kabelkanal und Ablage: etwa 20 bis 50 €
Zusammen landest du bei etwa 305 bis 580 €. Wenn du bei zwei Posten in der Mitte bleibst, kommst du gut unter 500 €. Hast du schon einen Stuhl oder ein Regal, wird es entsprechend günstiger.
Zwei Beispiele, wie das aussehen kann: Für die Laptop-Ecke im Wohnzimmer reichen ein Tisch um 120 €, ein Stuhl um 150 €, eine Leuchte um 35 €, ein Wandbord um 30 € und Körbe um 30 € – zusammen etwa 365 €. Für den täglichen Arbeitsplatz rechnest du eher mit Tisch um 160 €, Stuhl um 200 €, Leuchte um 50 €, Regal um 60 € und Kleinkram um 25 € – zusammen etwa 495 €.
Der Schreibtisch: kleiner als gedacht
Für die meisten Arbeitsecken braucht es keinen großen Tisch. Wichtig ist, dass Laptop oder Bildschirm, Tastatur und ein paar Unterlagen Platz haben.
Nur Laptop: etwa 100 × 50 cm
Laptop mit externem Bildschirm: etwa 120 × 60 cm
Zwei Bildschirme oder viel Papier: etwa 140 × 70 cm
Höhe: 72 bis 75 cm ist Standard. Bist du sehr groß oder sehr klein, lohnt sich ein Tisch mit verstellbaren Füßen.
Ein schlanker Tisch auf Beinen wirkt leichter als ein Modell mit geschlossenen Seiten. Eine kleine Schublade ist Gold wert, weil Stifte, Ladekabel und Notizblöcke darin verschwinden. Schreibtische mit Platte aus beschichtetem Holzwerkstoff und Beinen aus Massivholz oder Metall gibt es in dieser Größe meist zwischen 100 und 180 €.

Ein höhenverstellbarer Schreibtisch mit Motor kostet meist 250 bis 500 € und sprengt damit das Budget. Wenn dir Stehen wichtig ist, kann ein Aufsatz für den Tisch um 60 bis 150 € eine Zwischenlösung sein.
Der Stuhl: hier lieber nicht zu knapp
Am Stuhl zu sparen, merkt dein Rücken schnell. Ein guter Arbeitsstuhl für zuhause muss aber nicht wie ein Büro-Chefsessel aussehen. Achte auf diese Punkte:
Höhenverstellbar: Die Sitzhöhe sollte sich zwischen etwa 42 und 52 cm einstellen lassen.
Sitztiefe: Zwischen Kniekehle und Sitzkante sollten zwei bis drei Finger Platz haben.
Rückenlehne: Sie sollte den unteren Rücken stützen. Eine leicht bewegliche Lehne ist angenehmer als eine starre.
Rollen passend zum Boden: Für Parkett und Dielen weiche Rollen, für Teppich harte.
Wer nur ein, zwei Tage pro Woche zuhause arbeitet, kann auch einen bequemen Polsterstuhl mit Holzschale nehmen. Wer täglich acht Stunden sitzt, sollte eher 180 bis 250 € einplanen und an anderer Stelle sparen.

Licht: klein, aber wichtig
Eine eigene Schreibtischleuchte ist der günstigste Weg zu besserem Arbeiten. Sie sollte sich verstellen lassen, damit du das Licht auf Tastatur und Papier richten kannst. Stell sie auf die Seite, die deiner Schreibhand gegenüberliegt – bei Rechtshändern also links –, damit kein Schatten auf das Papier fällt.
Für den Schreibtisch passt neutralweißes Licht mit etwa 3.000 bis 4.000 Kelvin. Abends kannst du auf ein wärmeres Licht wechseln, wenn die Leuchte das kann. Gute Modelle mit Gelenkarm gibt es ab etwa 25 bis 60 €.
Stauraum: offen oder auf Rollen
Damit die Arbeit abends verschwindet, braucht die Ecke einen festen Platz für Ordner, Papier und Technik.
Offenes Regal: Ein schmales Holzregal von etwa 60 bis 80 cm Breite und 150 bis 180 cm Höhe nimmt wenig Fläche ein. Körbe oder Boxen in den Fächern sorgen dafür, dass es ruhig aussieht. Preis: etwa 40 bis 90 €.
Rollcontainer: Er steht unter dem Tisch und lässt sich abends wegschieben. Gut, wenn kein Platz für ein Regal ist. Preis: etwa 50 bis 120 €.
Wandbord: Ein oder zwei Bretter über dem Tisch halten die Fläche frei. Preis: etwa 15 bis 40 € pro Brett.

Kleine Dinge mit großer Wirkung
Ein paar Kleinigkeiten machen die Arbeitsecke fertig, ohne viel zu kosten:
Kabelkanal oder Kabelkorb unter der Platte: etwa 10 bis 25 €. Kabel sind der größte Unruhestifter.
Ein Korb für Papier und Post: etwa 10 bis 20 €.
Ein kleiner Teppich unter dem Stuhl: Er schützt den Boden und dämpft Geräusche. Etwa 120 × 170 cm reichen; welche Größe sonst passt, steht in Teppichgröße richtig wählen.
Eine Pflanze: Sie bringt Leben auf den Tisch und kostet oft weniger als 15 €.
Wo du sparen kannst – und wo nicht
Gut sparen kannst du beim Regal, bei Ablagen und Deko. Hier tun es einfache Modelle, gebrauchte Stücke oder Dinge, die du schon hast.
Nicht sparen solltest du beim Stuhl und beim Licht. Beides spürst du jeden Tag.
Erst später kaufen kannst du einen zweiten Bildschirm, einen Stehaufsatz oder eine schöne Pinnwand. Eine Arbeitsecke darf wachsen. Ideen, wie Textilien und Licht eine Wohnung ohne Umbau verändern, findest du in Mietwohnung aufwerten mit Textilien, Licht und Deko.
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