Du scrollst durch schöne Wohnungen und magst irgendwie alles: das ruhige Holz, die vielen Pflanzen, das Ledersofa im Loft. Und dann stehst du im eigenen Wohnzimmer und weißt nicht, wo du anfangen sollst. Das ist ganz normal. Ein Einrichtungsstil ist kein Regelwerk, sondern eine Richtung, die dir hilft, Entscheidungen zu treffen. Hier findest du sie.
Warum ein Stil hilft
Ein klarer Stil spart Zeit und Geld. Wenn du weißt, dass du helles Holz und ruhige Stoffe magst, fallen beim Einkaufen neun von zehn Angeboten sofort weg. Und die Stücke, die du kaufst, passen auch in zwei Jahren noch zusammen. Fehlkäufe entstehen meistens dann, wenn jedes Möbel für sich gefällt, aber keins zum anderen passt.
Fünf Fragen an dich
Nimm dir einen Moment und beantworte diese Fragen ehrlich. Es gibt kein Richtig oder Falsch.
Wo fühlst du dich am wohlsten? In einem leeren, aufgeräumten Raum, in einer gemütlichen Hütte oder in einem bunten Café voller Pflanzen?
Welches Material möchtest du berühren? Glattes helles Holz, warmes Rattan, kühles Metall oder weichen Samt?
Wie voll darf es sein? Magst du freie Flächen, oder fühlst du dich mit vielen Büchern, Bildern und Kissen erst richtig zuhause?
Wie lebst du? Mit Kindern und Haustier, allein, mit vielen Gästen? Brauchst du robuste Stoffe oder eher eine ruhige Insel?
Was hast du schon? Ein Erbstück, ein Lieblingssofa, einen alten Holztisch? Der Stil sollte zu dem passen, was bleibt.
Wenn du die Antworten nebeneinander legst, erkennst du meist schon eine Richtung. Die folgenden Stile helfen dir, sie zu benennen.
Japandi: Ruhe und Natur
Japandi verbindet die Klarheit japanischer Räume mit der Gemütlichkeit aus Skandinavien. Typisch sind helles Holz, Leinen, Keramik, Papierleuchten und viel freie Fläche. Die Möbel sind eher niedrig, die Farben warm und gedämpft: Sand, Creme, Olivgrün.
Passt zu dir, wenn du nach einem langen Tag vor allem Ruhe suchst und lieber wenige schöne Dinge besitzt als viele. Wie du das umsetzt, steht in Wohnzimmer im Japandi-Stil einrichten.
Skandinavisch: hell und gemütlich
Der skandinavische Stil ist hell, freundlich und unkompliziert. Helles Holz, weiße Möbel, Wolle, Strickdecken und große Pflanzen prägen ihn. Er ist etwas lockerer als Japandi und verträgt mehr Alltag.

Passt zu dir, wenn du es hell und wohnlich magst und einen Stil suchst, der mit Familie und Haustier gut funktioniert. Mehr dazu in Skandinavisch einrichten.
Boho: warm, bunt und gesammelt
Boho wirkt wie zusammengetragen von Reisen. Rattan, Makramee, Muster, viele Pflanzen und warme Töne wie Rost, Senf und Terrakotta stehen im Mittelpunkt. Hier darf es voll sein, und Einzelstücke vom Flohmarkt passen perfekt.

Passt zu dir, wenn du Farbe und Muster liebst und dein Zuhause gern mit Fundstücken füllst. Wichtig: Damit es nicht chaotisch wird, sollten sich zwei, drei Farben durch den ganzen Raum ziehen.
Industrial: Loft und Charakter
Industrial kommt aus alten Fabrikhallen. Typisch sind Leder, dunkles Holz, schwarzes Metall, sichtbare Glühbirnen und große Leuchten. Der Stil ist kantig und ehrlich und wirkt besonders in hohen Räumen.

Passt zu dir, wenn du es markant und etwas rau magst. In kleinen, dunklen Räumen solltest du ihn mit hellen Stoffen und viel Licht ausgleichen, sonst wirkt er schnell schwer.
Landhaus: Holz und Geselligkeit
Der moderne Landhausstil ist warm und einladend. Massives Holz, Sprossenstühle, Bänke, Leinen und Keramik erinnern an eine große Küche, in der alle zusammen essen. Anders als früher ist er heute hell und aufgeräumt, ohne Schnörkel.

Passt zu dir, wenn du gern Gäste hast und Möbel magst, die mit der Zeit schöner werden. Wie das im Esszimmer aussieht, zeigt Esszimmer im modernen Landhausstil.
Und wenn zwei Stile passen?
Das ist eher die Regel als die Ausnahme. Viele schöne Wohnungen verbinden zwei Stile, zum Beispiel Skandinavisch mit ein paar Boho-Kissen oder Japandi mit einem Industrial-Regal. Eine einfache Faustregel: etwa 80 Prozent ein Hauptstil, 20 Prozent ein Akzent. Der Hauptstil bestimmt die großen Möbel wie Sofa, Tisch und Schrank, der Akzent zeigt sich bei Leuchten, Kissen und Deko.
Achte vor allem darauf, dass Holztöne und Metalle im Raum zusammenpassen. Zwei Holzarten sind gut, vier werden unruhig.
Drei weitere Richtungen in Kürze
Modern: klare Linien, glatte Flächen, Schwarz, Grau und Beige, dazu ein, zwei kräftige Akzente. Passt zu dir, wenn du es aufgeräumt und zeitgemäß magst.
Klassisch: Altbau-Charme mit Stuck, Messing, Samt und Möbeln mit geschwungenen Beinen. Passt zu dir, wenn du Erbstücke hast oder elegante Abende magst.
Minimalistisch: so wenig wie möglich, jedes Stück mit Aufgabe, viel Weiß und Holz. Passt zu dir, wenn dich Dinge schnell stressen und du freie Flächen genießt.
Typische Fehler bei der Stilsuche
Der häufigste Fehler ist, einen Stil eins zu eins aus dem Katalog nachzubauen. Das wirkt schnell wie ein Ausstellungsraum. Lass Platz für Dinge, die dir etwas bedeuten, auch wenn sie nicht ganz ins Bild passen. Ein zweiter Fehler: alles auf einmal kaufen. Wer zuerst die großen Stücke wählt und dann ein paar Wochen darin wohnt, merkt besser, was noch fehlt.
Der schnelle Weg: unser Stil-Test
Wenn du dir noch unsicher bist, mach den Stil-Test auf unserer Startseite. Du siehst Bilder statt Fachbegriffe und wählst einfach, was dir gefällt: Räume, Materialien, Farben und wie voll es sein darf. Am Ende bekommst du deinen Stil mit Beispielbildern und typischen Stücken.
So hilft dir raum’schmaus.
Sobald du deinen Stil kennst, bekommst du mit raum’schmaus. ein fertiges Konzept für deinen Raum: Möbel, Farben und Stoffe, die zusammenpassen. Bei jedem Stück siehst du Beispielpreise aus Demo-Shops und kannst vergleichen. Gekauft wird am Ende im Shop. Wir erhalten ggf. eine kleine Provision, dein Preis ändert sich nicht.
Für dein Konzept startest du mit „Einrichten“ und wählst dort Raum und Stil:
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Weitere Antworten findest du in den häufigen Fragen.



